Verständnis von STD-Tests & Behandlungen
Sexuell übertragbare Krankheiten (STDs), auch bekannt als sexuell übertragbare Infektionen (STIs), sind Infektionen, die durch sexuellen Kontakt verbreitet werden, einschließlich vaginalem, analem und oralem Geschlechtsverkehr. Viele STDs zeigen milde oder keine Symptome, weshalb regelmäßige Tests für eine frühzeitige Erkennung und Behandlung unerlässlich sind.
Ohne rechtzeitige Behandlung können STDs zu ernsthaften Gesundheitskomplikationen führen, einschließlich Unfruchtbarkeit, chronischen Schmerzen und einer erhöhten Anfälligkeit für andere Infektionen. Glücklicherweise sind für die meisten STDs wirksame Behandlungen verfügbar, die von Antibiotika bis hin zu antiviralen Medikamenten reichen. Routinemäßige Screenings schützen nicht nur die individuelle Gesundheit, sondern verhindern auch die weitere Verbreitung von Infektionen.
Wer sollte sich auf STDs testen lassen?
STD-Tests werden empfohlen für:
- Sexuell aktive Personen, insbesondere solche mit mehreren Partnern.
- Menschen, die ungeschützten Geschlechtsverkehr haben (ohne Kondome oder Lecktücher).
- Jeder, der Symptome wie ungewöhnlichen Ausfluss, Schmerzen oder Geschwüre hat.
- Schwangere Frauen, da einige STDs Neugeborene betreffen können.
- Personen, die bereits eine STD hatten, da eine Wiederinfektion möglich ist.
- Diejenigen mit einem Partner, bei dem eine STD diagnostiziert wurde.
- Menschen, die routinemäßige Gesundheitsuntersuchungen durchführen lassen, insbesondere solche mit höherem Risiko.
Häufige STD-Tests & Diagnosen
Die STD-Tests hängen von der Infektion ab, auf die getestet wird. Zu den gängigen Testmethoden gehören:
- Urinuntersuchungen: Werden verwendet, um bakterielle Infektionen wie Chlamydien und Gonorrhö zu erkennen.
- Abstrichtests: Entnehmen Proben aus dem Rachen, Genitalbereich oder Rektum, um bakterielle oder virale Infektionen zu überprüfen.
- Blutuntersuchungen: Erkennen virale Infektionen wie Herpes, Syphilis und HIV.
- Körperliche Untersuchung: Wird verwendet, um Genitalwarzen und Herpes anhand sichtbarer Symptome zu diagnostizieren.
- Heimtest-Kits: Praktisch für Tests auf bestimmte STDs.
Häufige STDs & ihre Behandlungen
STDs werden durch Bakterien, Viren oder Parasiten verursacht, die jeweils unterschiedliche Behandlungsansätze erfordern. Im Folgenden sind die häufigsten STDs und ihre verfügbaren Behandlungen aufgeführt.
Chlamydien
Chlamydien sind eine bakterielle Infektion, die oft keine Symptome verursacht, aber zu ernsthaften Fortpflanzungsproblemen führen kann, wenn sie unbehandelt bleibt. Sie wird mit Antibiotika wie behandelt:
- Azithromycin (Einmalbehandlung).
- Doxycyclin (7-Tage-Kurs).
Gonorrhö
Gonorrhö ist eine weitere bakterielle STD, die schmerzhafte Harnentleerung und abnormalen Ausfluss verursachen kann. Sie wird häufig behandelt mit:
- Ceftriaxon (Einzelinjektion).
- Azithromycin oder Doxycyclin, falls erforderlich für Co-Infektionen.
Trichomoniasis
Trichomoniasis ist eine parasitäre Infektion, die sowohl Männer als auch Frauen betrifft, wobei Symptome bei Frauen häufiger auftreten. Die Behandlung umfasst:
- Metronidazol (Flagyl).
- Tinidazol, eine alternative Behandlungsoption.
Genitalwarzen (HPV)
Genitalwarzen werden durch das humane Papillomavirus (HPV) verursacht. Während es keine Heilung für HPV gibt, können die Warzen behandelt werden mit:
- Topische Behandlungen wie Imiquimod (Aldara) oder Podophyllotoxin (Warticon).
- Kryotherapie oder Lasertherapie für hartnäckige Warzen.
- HPV-Impfung (Gardasil 9) zur Prävention.
Herpes (HSV-1 & HSV-2)
Herpes ist eine virale Infektion, die Ausbrüche schmerzhafter Geschwüre verursacht. Während sie nicht geheilt werden kann, helfen antivirale Medikamente, die Symptome zu kontrollieren und Ausbrüche zu reduzieren:
- Aciclovir (Acyclovir).
- Valaciclovir (Valtrex).
- Suppressive Therapie für häufige Ausbrüche.
Candida
Candida (Pilzinfektionen), obwohl nicht immer sexuell übertragen, kann nach sexueller Aktivität auftreten. Symptome sind Juckreiz, Ausfluss und Reizungen. Die Behandlungen umfassen:
- Fluconazol (Diflucan) (orale Antimykotika).
- Clotrimazol oder Miconazol (topische Antimykotika).
