Herpes Verstehen
Herpes ist eine hoch ansteckende Virusinfektion, die durch das Herpes-simplex-Virus (HSV) verursacht wird. Es gibt zwei Haupttypen:
HSV-1 (Oraler Herpes): Verursacht Fieberbläschen um den Mund, kann sich aber auch auf die Genitalien ausbreiten.
HSV-2 (Genitalherpes): Betrifft hauptsächlich die genitalen und analen Bereiche.
Herpes breitet sich durch direkten Haut-zu-Haut-Kontakt aus, einschließlich Küssen, Oralverkehr, vaginalem oder analem Geschlechtsverkehr. Einmal infiziert, bleibt das Virus lebenslang im Körper und kann wiederkehrende Ausbrüche verursachen, die durch Stress, Krankheit oder andere Faktoren, die das Immunsystem schwächen, ausgelöst werden. Trotz seiner Häufigkeit können eine angemessene Behandlung und antivirale Medikamente helfen, Ausbrüche zu kontrollieren und Symptome zu minimieren.
Häufige Ursachen & Risikofaktoren für Herpes
Herpes breitet sich aus durch:
- Ungeschützten vaginalen, analen oder oralen Geschlechtsverkehr.
- Haut-zu-Haut-Kontakt mit einem infizierten Bereich, auch ohne sichtbare Bläschen.
- Küssen oder das Teilen von Utensilien/Lippenprodukten (für HSV-1).
- Geschwächtes Immunsystem, das die Anfälligkeit für Ausbrüche erhöht.
- Mehrere Sexualpartner oder einen neuen Partner ohne kürzliche STI-Tests.
- Übertragung bei der Geburt, bei der eine infizierte Mutter Herpes an ihr Baby weitergeben kann.
- Asymptomatische Ausscheidung, bei der das Virus auch ohne Symptome verbreitet wird.
Symptome & Erkennung
Die Symptome von Herpes variieren von mild bis schwer und können nicht sofort auftreten. Erste Ausbrüche treten normalerweise innerhalb von 2-12 Tagen nach der Exposition auf und können intensiver sein als wiederkehrende Episoden.
Häufige Symptome:
- Kleine, schmerzhafte Bläschen oder offene Wunden an den Genitalien, dem Anus, dem Mund oder der umgebenden Haut.
- Kribbeln, Juckreiz oder Brennen, bevor Bläschen entstehen.
- Grippesymptome wie Fieber, Gliederschmerzen und geschwollene Lymphknoten.
- Schmerzhafter Urin (wenn Bläschen in der Nähe der Genitalien oder der Harnröhre sind).
- Herpes kann auch innere Ausbrüche verursachen (z.B.: in der Harnröhre oder dem Gebärmutterhals), die möglicherweise nicht sichtbar sind, aber dennoch Unbehagen oder Schmerzen verursachen.
Wiederkehrende Ausbrüche:
- Oft weniger schwerwiegend als der erste Ausbruch.
- Bläschen erscheinen im selben Bereich, heilen aber schneller.
- Ausgelöst durch Stress, Müdigkeit, Krankheit, hormonelle Veränderungen oder Sonnenexposition.
Da die Symptome von Herpes mit anderen Erkrankungen verwechselt werden können, ist ein Test der beste Weg, um eine Infektion zu bestätigen.
Wie wird Herpes diagnostiziert?
Die Diagnose basiert auf:
- Körperlicher Untersuchung der Bläschen und Symptome.
- Abstrich von einer aktiven Wunde zur Erkennung von HSV.
- Blutuntersuchungen (serologische Tests), um nach HSV-Antikörpern zu suchen.
- Polymerase-Kettenreaktion (PCR)-Test, eine hochgenaue Methode zur Erkennung des Virus.
Beste Behandlungsoptionen für Herpes
Es gibt keine Heilung für Herpes, aber antivirale Medikamente helfen, die Symptome zu behandeln und das Übertragungsrisiko zu verringern. Häufige Behandlungen umfassen:
- Aciclovir (Acyclovir): Erhältlich in Pillen- und topischer Cremeform, hilft, Ausbrüche zu verkürzen.
- Valaciclovir (Valtrex): Reduziert die Schwere von Ausbrüchen und senkt das Risiko, das Virus weiterzugeben.
- Aciclovir-Creme: Lindert Unbehagen von Fieberbläschen und beschleunigt die Heilung.
- Suppressive Therapie: Tägliche antivirale Medikation für Personen mit häufigen Ausbrüchen, um Rückfälle zu verhindern und das Übertragungsrisiko zu verringern.
Antivirale Medikamente sind am effektivsten, wenn sie innerhalb von 48-72 Stunden nach den ersten Anzeichen eines Ausbruchs begonnen werden. Nach diesem Zeitraum ist es unwahrscheinlich, dass antivirale Medikamente einen signifikanten Einfluss auf den Ausbruch haben.
