Was sind Warzen?
Warzen sind gutartige Hautwucherungen, die durch das humane Papillomavirus (HPV) verursacht werden. Dieses Virus infiziert die äußere Hautschicht und führt zu einem schnellen Zellwachstum, das eine Warze bildet. Warzen sind hoch ansteckend und können durch direkten Hautkontakt oder kontaminierte Oberflächen wie Handtücher, Nagelknipser oder Böden übertragen werden.
Es gibt verschiedene Arten von Warzen, darunter:
- Gewöhnliche Warzen (verruca vulgaris): Raue, erhabene Beulen, oft an Händen und Fingern.
- Plantarwarzen: Befinden sich an den Fußsohlen und verursachen oft Schmerzen beim Gehen.
- Flachwarzen: Kleine, glatte Warzen, die in Gruppen im Gesicht, an den Händen oder Beinen auftreten.
- Filiforme Warzen: Lange, fadenartige Wucherungen, normalerweise im Gesicht oder am Hals.
- Periunguale Warzen: Befinden sich um die Nägel und verursachen Nageldeformitäten.
- Genitalwarzen: Eine sexuell übertragbare Form von HPV, die den Genitalbereich betrifft (separat unter Genitalwarzen behandelt).
Häufige Ursachen & Risikofaktoren für Warzen
Warzen treten auf, wenn HPV durch kleine Schnitte oder Abschürfungen in die Haut eindringt. Einige Faktoren, die das Risiko erhöhen, Warzen zu bekommen, sind:
- Geschwächtes Immunsystem (aufgrund von Krankheit, Stress oder Medikamenten).
- Häufiger Hautkontakt mit infizierten Personen.
- Barfußlaufen in öffentlichen Bereichen wie Schwimmbädern oder Umkleideräumen (Plantarwarzen).
- Nägelkauen oder das Herumspielen an Nagelhaut (periunguale Warzen).
- Benutzung gemeinsamer persönlicher Gegenstände wie Rasierer, Handtücher oder Nagelknipser.
- Direkte Exposition gegenüber HPV durch kleine Hautverletzungen.
Symptome & Erkennung
Warzen variieren in ihrem Aussehen, abhängig von der Art, aber häufige Symptome sind:
- Kleine, raue oder körnige Beulen auf der Haut.
- Fleischfarbene, weiße, rosa oder braune Wucherungen.
- Schwarze Punkte oder Flecken (geronnene Blutgefäße in der Warze).
- Schmerzen oder Unbehagen, insbesondere bei Plantarwarzen an den Füßen.
- Gruppen von Warzen, die sich im Laufe der Zeit ausbreiten.
- Veränderungen der Hautoberfläche, die sie härter oder uneben machen.
Wie werden Warzen diagnostiziert?
Ärzte diagnostizieren Warzen normalerweise anhand ihres Aussehens. In seltenen Fällen kann eine Hautbiopsie durchgeführt werden, um andere Erkrankungen auszuschließen. Es ist kein Bluttest erforderlich, da Warzen eine sichtbare Hauterkrankung sind.
Beste Behandlungsoptionen für Warzen
Obwohl Warzen oft von selbst verschwinden, kann eine Behandlung helfen, die Entfernung zu beschleunigen und eine Ausbreitung zu verhindern. Häufige Behandlungsoptionen sind:
Topische Medikamente:
- Salicylsäure (Collomak): Ein Peelingmittel, das die Warzenschichten im Laufe der Zeit entfernt.
- Podophyllotoxin (Warticon, Condylox, Condyline): Wird bei resistenten Warzen, insbesondere Genitalwarzen, eingesetzt.
- Imiquimod (Aldara): Stärkt das Immunsystem, um HPV zu bekämpfen und Warzen zu entfernen.
- Glutaraldehyd (Glutarol): Ein Härtungsmittel, das das Warzengewebe zerstört.
Behandlungen in der Klinik:
- Kryotherapie: Einfrieren von Warzen mit flüssigem Stickstoff, wodurch sie abfallen.
- Elektrokoagulation: Abrennen von Warzen mit elektrischem Strom.
- Lasertherapie: Zielt auf Warzengewebe ab und zerstört es.
- Chirurgische Entfernung: Wird bei großen, schmerzhaften oder hartnäckigen Warzen eingesetzt.
