Was ist Gürtelrose & Warum tritt sie auf?
Gürtelrose, auch bekannt als Herpes Zoster, ist ein schmerzhafter Ausschlag, der durch das Varizella-Zoster-Virus (VZV) verursacht wird, dasselbe Virus, das Windpocken verursacht. Nach der Genesung von Windpocken bleibt das Virus im Nervensystem inaktiv und kann Jahre später als Gürtelrose reaktiviert werden, normalerweise aufgrund einer geschwächten Immunität.
Häufige Auslöser für die Reaktivierung von Gürtelrose:
- Geschwächtes Immunsystem – Alter, Krankheiten oder Medikamente können Ausbrüche auslösen.
- Stress und Müdigkeit – Hohe Stresslevel können zur Reaktivierung des Virus beitragen.
- Bestimmte medizinische Behandlungen – Chemotherapie, Strahlentherapie oder immunsuppressive Medikamente erhöhen das Risiko.
- Alterung – Ältere Erwachsene (50+) sind einem höheren Risiko ausgesetzt.
- Vorliegende Erkrankungen – Krankheiten wie Diabetes oder Autoimmunerkrankungen können die Anfälligkeit erhöhen.
Gürtelrose ist nicht ansteckend, aber das Varizella-Zoster-Virus kann sich auf jemanden übertragen, der noch nie Windpocken hatte, was dazu führt, dass diese Person Windpocken und nicht Gürtelrose entwickelt. Dies geschieht durch direkten Kontakt mit der Flüssigkeit aus Blasen.
Wer benötigt eine Behandlung für Gürtelrose?
Die Behandlung von Gürtelrose ist wichtig für Personen, die:
- Schmerzhafte, blasenbildende Ausschläge haben.
- Symptome wie Brennen, Kribbeln oder Nervenschmerzen aufweisen.
- Ein Risiko für Komplikationen haben, wie postherpetische Neuralgie (PHN).
- Ausschläge in der Nähe der Augen oder im Gesicht entwickeln.
- Ein geschwächtes Immunsystem haben und eine schnelle antivirale Therapie benötigen.
Phasen der Gürtelrose & Ihre Symptome
Gürtelrose verläuft in verschiedenen Phasen:
- Prodromalphase: Kribbeln, Juckreiz oder Brennen auf der Haut.
- Akute Ausschlagphase: Schmerzhafte, rote Flecken entwickeln sich zu mit Flüssigkeit gefüllten Blasen.
- Verkrustungsphase: Blasen trocknen aus und bilden innerhalb von 7-10 Tagen Krusten.
- Heilungsphase: Der Ausschlag verblasst, aber Nervenschmerzen können bestehen bleiben (postherpetische Neuralgie).
Häufige Symptome sind:
- Lokalisierte Schmerzen oder Brennen.
- Gruppen von mit Flüssigkeit gefüllten Blasen auf einer Seite des Körpers.
- Juckreiz, Empfindlichkeit oder Kribbeln, bevor der Ausschlag erscheint.
- Grippeähnliche Symptome (Fieber, Kopfschmerzen, Müdigkeit).
Die besten Möglichkeiten zur Behandlung von Gürtelrose
Gürtelrose wird mit antiviralen Medikamenten, Schmerzmanagement-Strategien und Hautpflegeanpassungen behandelt, um die Heilung zu beschleunigen und das Unbehagen zu reduzieren.
Antivirale Medikamente für Gürtelrose:
- Aciclovir (Acyclovir): Verkürzt die Dauer und Schwere der Gürtelrose, wenn es frühzeitig eingenommen wird.
- Valaciclovir (Valtrex): Das gleiche Ziel wie Aciclovir, aber mit bequemerer Dosierung und effektiv bei der Reduzierung der Virusvermehrung.
- Famciclovir: Das gleiche wie Valaciclovir, aber mit noch bequemerer Dosierung.
Schmerzlinderung & Symptommanagement:
- Rezeptfreie Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol.
- Topische Cremes mit Capsaicin können helfen, Nervenschmerzen zu lindern.
- Kaltes Kompressen und Kalaminlotion zur Beruhigung von Juckreiz und Unbehagen.
Prävention von langfristigen Nervenschmerzen (postherpetische Neuralgie – PHN):
- Frühe antivirale Behandlung senkt das Risiko von PHN.
- Nervenschmerzmedikamente wie Gabapentin oder Amitriptylin können für schwere Fälle verschrieben werden.
- Kortikosteroide für ausgewählte Fälle können helfen, Entzündungen zu behandeln.
Wie man Gürtelrose-Ausbrüche verhindert
Obwohl Gürtelrose nicht immer vermieden werden kann, können Präventionsstrategien das Risiko reduzieren:
- Lass dich gegen Gürtelrose impfen (Shingrix) – Empfohlen für Erwachsene über 50, um die Wahrscheinlichkeit und Schwere von Gürtelrose zu reduzieren.
- Stress effektiv managen – Chronischer Stress kann das Immunsystem schwächen.
- Eine gesunde Ernährung aufrechterhalten – Nährstoffreiche Lebensmittel unterstützen die Immunität.
- Regelmäßig Sport treiben – Moderate körperliche Aktivität stärkt die Immunabwehr.
- Vermeide den direkten Kontakt mit Personen, die ein geschwächtes Immunsystem haben, wenn du aktive Blasen hast.
