Durchfall

Durchfall ist ein häufiges Verdauungsproblem, das zu lockeren, wässrigen Stühlen und häufigem Stuhlgang führt.

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Dr. G. Varbanov

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Dr. Georgi Varbanov ist ein Facharzt für Familienmedizin, der sich der evidenzbasierten Versorgung und der Krankheitsprävention widmet.
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Behandlungsinformationen

Was ist Durchfall?

Durchfall tritt auf, wenn das Verdauungssystem Nahrung zu schnell verarbeitet, was zu häufigen, lockeren oder wässrigen Stühlen führt. Er kann akut (einige Tage andauernd) oder chronisch (länger als vier Wochen) sein und kann durch Infektionen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Medikamente oder medizinische Bedingungen verursacht werden.

Häufige Ursachen für Durchfall:

  • Virale Infektionen: Norovirus, Rotavirus und andere Magenviren.
  • Bakterielle Infektionen: E. coli, Salmonellen und Campylobacter aus kontaminierten Lebensmitteln oder Wasser.
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Laktose- oder Glutenunverträglichkeit.
  • Reizdarmsyndrom (IBS): Funktionelle Magen-Darm-Störungen, die Durchfall oder Verstopfung verursachen.
  • Antibiotika-assoziierter Durchfall: Stört das Gleichgewicht der Darmbakterien.
  • Reisedurchfall: Verursacht durch den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln oder Wasser an fremden Orten.

Durchfall kann zu Dehydration, Elektrolytungleichgewichten und Müdigkeit führen, weshalb eine angemessene Behandlung unerlässlich ist.

Wer benötigt eine Behandlung für Durchfall?

Eine Behandlung wird für Personen empfohlen, die Folgendes erleben:

  • Häufige wässrige Stühle, die länger als 24 Stunden andauern.
  • Schwere Dehydration (trockener Mund, Schwindel oder geringe Urinproduktion).
  • Blut oder Schleim im Stuhl.
  • Durchfall mit Fieber, Übelkeit oder Bauchschmerzen.
  • Chronischer oder wiederkehrender Durchfall im Zusammenhang mit einer zugrunde liegenden Erkrankung.

Die besten Möglichkeiten zur Bewältigung & Behandlung von Durchfall

Die Behandlung von Durchfall umfasst Flüssigkeitsersatz, diätetische Anpassungen und Medikamente:

Medikamente zur Linderung von Durchfall:
  • Antidiarrhoika (Loperamid, Imodium): Verlangsamen die Darmbewegungen, um die Stuhlfrequenz zu reduzieren.
  • Antibiotika (Ciprofloxacin, Rifaximin/Xifaxan): Werden bei bakteriellen Durchfällen, Reisedurchfall und Infektionen eingesetzt.
  • Antispasmodische Medikamente (Colofac, Duspatalin): Helfen, die Darmmuskulatur zu entspannen und Krämpfe bei IBS-bedingtem Durchfall zu reduzieren.
Hydration & Elektrolytersatz:
  • Orale Rehydratationslösungen (ORS) stellen verlorene Flüssigkeiten und Elektrolyte wieder her.
  • Wasser, Kräutertees und klare Brühen verhindern Dehydration.
  • Vermeide Koffein, Alkohol und zuckerhaltige Getränke, die den Durchfall verschlimmern können.
Diätetische Anpassungen zur Genesung:
  • BRAT-Diät (Bananen, Reis, Apfelmus, Toast):
    • Bananen: Enthalten Kalium, um verlorene Elektrolyte zu ersetzen.
    • Reis: Arm an Ballaststoffen und hilft, den Stuhl zu festigen.
    • Apfelmus: Liefert Pektin, um überschüssige Flüssigkeit zu absorbieren.
    • Toast: Ein mildes Kohlenhydrat, das leicht verdaulich ist.
  • Probiotische Lebensmittel (Joghurt, Kefir, Sauerkraut): Stellen das Gleichgewicht der Darmbakterien wieder her.
  • Vermeide Milchprodukte, fettreiche Lebensmittel und künstliche Süßstoffe, die die Symptome verschlimmern können.

Zusätzliche Behandlungsinformationen

Ein gut verwalteter Behandlungsplan für Durchfall kann:

  • Dehydration verhindern und das Elektrolytgleichgewicht wiederherstellen.
  • Die Stuhlfrequenz reduzieren und die Verdauung verbessern.
  • Bauchkrämpfe und Unbehagen lindern.
  • Die Darmgesundheit und die Wiederherstellung des Mikrobioms unterstützen.
  • Das Risiko von Komplikationen durch Infektionen senken.

Wichtige Überlegungen, die zu beachten sind:

  • Durchfall, der länger als 48 Stunden anhält, sollte von einem Arzt bewertet werden.
  • Persistierender Durchfall kann auf eine zugrunde liegende Erkrankung hinweisen, die medizinische Aufmerksamkeit erfordert.
  • Antibiotika sollten nur verwendet werden, wenn der Durchfall durch eine bakterielle Infektion verursacht wird.
  • Richtiges Händewaschen und Lebensmittelhygienepraktiken reduzieren das Risiko von infektiösem Durchfall.

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf häufige Fragen zu Durchfall erhalten

Loperamid (Imodium) ist ein effektives rezeptfreies Medikament, das die Stuhlbewegung verlangsamt und innerhalb von Stunden den Drang und die Stuhlfrequenz reduziert. Es ist geeignet für kurzfristige Linderung, sollte jedoch nicht bei bakterieller oder chronischer Diarrhö verwendet werden.
Akute Durchfälle dauern normalerweise 1 bis 3 Tage, während chronische Durchfälle wochenlang anhalten können und eine weitere medizinische Untersuchung erfordern.
Antibiotika wie Ciprofloxacin oder Rifaximin (Xifaxan) sind wirksam gegen bakterielle Durchfallerkrankungen und Reisedurchfall, sollten jedoch nicht bei Virusinfektionen eingesetzt werden.
Eine ballaststoffarme Ernährung, einschließlich Bananen, weißem Reis, Apfelmus, Toast (BRAT-Diät) und gekochten Kartoffeln, hilft, den Stuhl zu festigen. Probiotika unterstützen die Genesung des Darms.
Suchen Sie medizinische Hilfe, wenn Durchfall länger als 48 Stunden anhält, Blut enthält, Dehydration verursacht oder von Fieber oder starken Schmerzen begleitet wird.

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Wissenschaftliche Quellen